01.01.2017 – 00:00:00
25.04.’24

IfZ Struktur [de]

 

Wie funktioniert das Institut fuer Zukunft?

 

Das IfZ wurde 2014 gegründet und ist ein DIY Club für progressive, elektronische Musik. Der Club funktioniert aktuell in der Rechtsform als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), das heißt 2 Personen haften mit ihrem Privatvermögen für den Club. Der Club organisiert sich in Arbeitsgruppen (AGs), die alle weitestgehend autonom agieren und über ihr Personal, die Schichtverteilung und andere relevante die AG betreffende Abläufe bestimmen.

 

Neben den AGs des Tagesgeschäfts (Büro/Verwaltung, Booking, Redaktion/ÖA, Facility, Logistik, Putzen) gibt es die AGs der Nachtarbeit (Security, Kasse, Garderobe, Gastro, Technik, Nightmanagement, Safer Clubbing). Clubrat und Support AG bilden unsere Carestrukturen abseits der Nacht. Der Clubrat fungiert als Schlichtungsinstanz für Probleme und Beschwerden zwischen verschiedenen Konfliktparteien innerhalb der Crew. Er ist dazu verpflichtet neutral, sensibel und vertraulich auf Anfragen zu reagieren. Die Support AG ist Anlaufstelle für Personen die im Club oder im Clubumfeld Diskriminierung, Gewalt oder anderweitig negative Erfahrungen erlebt haben und dahingehend Nachbetreuung, Austausch oder Unterstützung benötigen.  

 

Für den kollektiven Austausch gibt es verschiedene Plenumsorte, um Themen zu diskutieren, Fragen zu klären und Entscheidungen zu treffen.

 

Warum machen wir das alles?

 

IfZ wurde unter dem Motto „Another sound is possible“ gegründet. Neben dem speziellen Fokus auf den in der Vergangenheit viel benannten „IfZ Sound“ wurde das Konzept von der Idee Safer Clubbing, die bis dahin nicht vorhandene Awarenessstandards innerhalb der Clubkultur etabliert haben und von denen viele andere Räume lernen konnten. Ein aktuelles Selbstverständnis gibt es nicht, aber es wird bereits daran gearbeitet.

 

Vor welchen Herausforderungen steht der Club generell?

 

Die größten Herausforderungen für die Clubstruktur sind neben den wirtschaftlichen Zwängen, die über allem liegen, die offen und verdeckt existierenden Hierarchien, komplexe, langwierige und häufig dysfunktionale Entscheidungs- und Aufarbeitungsprozesse, die wiederum zu weiteren Verletzungen bei Betroffenen führen können. Außerdem sind innerhalb der Crew noch nicht angemessen die Perspektiven und Bedürfnisse von BIPoCs vertreten. Bei aktuell ca. 150 Mitarbeitenden, unter denen eine hohe Fluktuation herrscht, ist es außerdem sehr schwer sich auf Minimalkonsens in politischen Themen zu einigen. Auch in puncto Verantwortungsübernahme und -übergabe gibt es häufig Probleme, Missverständnisse und unterschiedliche Erwartungshaltungen.

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